Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Diesen Grundsatz hat eine 39-Jährige am Dienstag (19.04.11) vor dem Krefelder Arbeitsgericht durchgesetzt.

Sie erhält von einer Leiharbeitsfirma 13.200 Euro Lohnnachzahlung.

Die 39-Jährige Klägerin war 15 Jahre bei einer Leiharbeitsfirma angestellt und als ungelernte Kraft an die verschiedensten Firmen ausgeliehen worden. Die festangestellten Kollegen und Kolleginnen haben für die gleiche Arbeit bis zu einem Drittel mehr verdient als die Klägerin, so argumentierte der Bevollmächtigte Rechtsanwalt der Klägerin.

Die Klägerin habe pro Stunde 6,66 € bekommen und später 1,00 € pro Stunde mehr.

Die festangestellte Belegschaft der Firmen brachte es dagegen auf Stundenlöhne zwischen 8,50 € und 10,34 €.

Diese verstoße gegen das seit 2003 im Arbeitnehmer-Überlassungsgesetz verankerte «Equal-Pay»-Gebot, also das Recht auf gleiche Bezahlung für vergleichbare Arbeit.

So sahen es auch die Richter sprachen der Klägerin die Nachzahlung rückwirkend für vier Jahre zu (Aktenzeichen: Arb G KR AZ: 4 Ca 3074/10).

Offen blieb, ob die Arbeitgeberin das Urteil anfechten wird.

 

++++++++++++++++++++++++++++++++++

Quelle:

http://www.wdr.de/themen/wirtschaft/arbeit_und_tarifwesen/zeitarbeit/110419.jhtml

http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1143099

 

++++++++++++++++++++++++++++++++++

Anmerkung:

 

Die Zeitarbeitsfirma hatte die Forderungen als unbegründet zurückgewiesen. Der Hinweis der Firma, der Klägerin den mit den christlichen Gewerkschaften ausgehandelten Tariflohn der Branche gezahlt zu haben, ging ins Leere. Denn diesen Tarifvertrag hatte das Bundesarbeitsgericht als unzulässig gekippt.

 

Über das Urteil des BAG hatten wir ja bereits ausführlich in unseren News berichtet.

 

++++++++++++++++++++++++++++++++++

 

Wichtiger Hinweise in eigener Sache:

Für die Richtigkeit der aufgeführten Dateien übernehmen wir keinerlei Haftung

Danke für Ihr Verständnis.

 

Ihr Team